Futter gegen Leistung – Hundeerziehung ohne Futterbelohnung

3. Apr 2024 | Hunde

Die Idee der Belohnung: Mensch vs. Hund

Einige Hundetrainer argumentieren, dass Hunde für jede Gehorsamsübung ein Leckerli verdienen sollten, weil wir Menschen auch für unsere Arbeit bezahlt werden. Das klingt auf den ersten Blick sehr nett und einleuchtend. Doch sollten wir wirklich jedes Verhalten mit einem Leckerli belohnen, als ob sie eine Bezahlung dafür verdienen würden?

Es ist wichtig, einen kritischen Blick auf dieses Konzept der Belohnung zu werfen. Während es in menschlichen Gesellschaften üblich ist, Arbeit gegen Bezahlung zu tauschen, müssen wir berücksichtigen, dass Hunde keine Teilnehmer in einem Wirtschaftssystem sind. Ihre Motivation und ihr Verhalten basieren nicht auf dem Streben nach materiellen Belohnungen wie Geld oder Leckerlis.

Ein Blick zurück: Natürliches Zusammenleben

Schauen wir uns einmal an, wie Menschen früher gelebt haben – und wie einige Eingeborene sogar heute noch leben. In Gesellschaften, die weit entfernt von Geld und modernen Tauschhandel sind, geht es um das gemeinsame Überleben und das Zusammenleben mit der Familie.

In solchen Gemeinschaften ist die Arbeit jedes Einzelnen von entscheidender Bedeutung für das Wohlergehen der Gruppe. Es gibt jedoch keine direkte Belohnung in Form von Geld oder Leckerlis für jede erledigte Aufgabe. Das gemeinsame Ziel ist das Überleben, nicht der Erwerb von Belohnungen.

Leben ohne Zwang: Die natürliche Welt der Hunde

Übertragen wir dieses Konzept auf das Leben unserer Hunde. In einer idealen Welt würden Hunde einfach in einem Umfeld leben, in dem sie ihre natürlichen Verhaltensweisen – geschützt im Familiensystem – ausleben können, ohne mit Leckerlis erpresst zu werden. Ihre Motivation entspringt ihren angeborenen Bedürfnissen und Instinkten, nicht einem Wirtschaftssystem, das für sie keinen Sinn macht.

Perspektivenwechsel: Liebe statt Leckerli

Vielleicht ist es an der Zeit, unsere Perspektive zu ändern und die Beziehung zu unseren Hunden auf einer Ebene der Zuneigung, des Respekts und des gegenseitigen Verständnisses zu pflegen, anstatt sie in ein Wirtschaftssystem zu zwängen, das für sie nicht relevant ist.

Eine neue Beziehung aufbauen

Durch diese neue Denkweise können wir eine tiefere Verbindung zu unseren Hunden aufbauen und ein harmonischeres Zusammenleben erreichen, das auf Liebe und Vertrauen basiert, anstatt auf dem Austausch von Belohnungen für “Arbeit”.

Fazit

Es ist wichtig, die Beziehung zu unseren Hunden nicht auf ein Austauschverhältnis von Leistung gegen Belohnung zu reduzieren. Indem wir die natürlichen Bedürfnisse und Verhaltensweisen unserer Hunde respektieren und Liebe und Zuneigung an die erste Stelle setzen, können wir eine stärkere Beziehung aufbauen und ein erfülltes Zusammenleben erreichen.

Hundefreundliches Training ohne Leckerli-Erpressung? Persönlich in Oberösterreich oder online bin ich überall für dich da. Liebe Grüße, Doris von Tierperspektive

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Hallo! Ich bin Doris, Mensch-Tier-Coach und Verhaltensbiologin

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