Gefahren beim Katzenfutter selber machen

Gehörst auch du zu den Katzenhaltern, die Katzenfutter selber machen oder machen möchten? Und du hast dich im Internet über das beste Katzenfutter Rezepte erkundigt? Ja? Dann solltest du einer neuen Studie zufolge überdenken, ob deine Katze ausreichend mit Nährstoffen versorgt ist. Manche Rezepte können sogar für Katzen potentiell giftige Inhaltsstoffe enthalten. Gefahren beim Katzenfutter selber machen sollten nicht unterschätzt werden!

Katzenfutter selber machen oder besser doch nicht!?

Die Wissenschaftler haben in der Studie gesamt 114 Rezepte aus Online-Quellen sowie Büchern untersucht. Diese waren einerseits von Veterinärmedizinern, aber auch von anderen Personen verfasst. 40% der Rezepte beinhalteten keine Fütterungsempfehlungen, die restlichen waren unvollständig oder verwirrend.

Nur 94 Rezepte enthielten genug Informationen für eine Computeranalyse der Zusammenstellung von Nährstoffen. Davon erfüllte keine einzige Rezeptur die exakten empfohlenen Richtwerte für erwachsene Katzen. Dabei waren die Ergebnisse für die von den Tierärzten erstellten Rezepten jedoch zufriedenstellender und enthielten Fehlwerte in 1 oder mehr Nährstoffen. Viele Rezepte enthielten schwerwiegende Fehler, manche bestanden aus weniger als 50% der empfohlenen essentiellen Nährstoffe, inklusive Choline, Eisen, Zink, Thiamin, Vitamin E und Mangan.

Natürlich ist die selbstgekochte Mahlzeit für die Katze normalerweise nicht sofort tödlich, jedoch fehlen eben die Fütterungsempfehlungen hinsichtlich Häufigkeit und Dauer der Fütterung. Beim Katzenfutter selber machen kann also auf lange Sicht eine ganz schleichende Lebensgefahr auftreten.

Bedenkliche Rezepte für die Katze

7% der Rezepte für Katzen enthielten Inhaltsstoffe, die für Katzen potentiell gefährlich sind. Dazu zählte Knoblauch, Knoblauchpulver, Zwiebeln und Lauch. Auch auf die Gefahren der bakteriellen Verunreinigung bei der Verwendung von rohen Fleisch wurde zu selten hingewiesen.

Katzenfutter selber machen – auf was du achten solltest!

Viele Katzenhalter entscheiden sich für selbst gekochtes Katzenfutter, um genau zu bestimmen, welche Inhaltsstoffe enthalten sind und den unsicheren Inhaltsstoffen sowie Haltbarmachern in Fertigfutter auszuweichen. Diese Studie zeigt, dass selbst gekochtes Katzenfutter nicht unbedingt besser sein muss und Katzenhalter, die sich für diese Methode der Katzenfütterung entscheiden, unbedingt auf die Sicherheit und Ausgeglichenheit in den Inhaltsstoffen passend zu den Anforderungen der jeweiligen Katze zusammengestellt werden. Eine Rezeptur aus dem Internet ist daher weniger geeignet. Für das Wohl und langen Gesunderhaltung der Katze sollten auf Katzenernährung spezialisierte Veterinärmediziner dem Internet als Quelle unbedingt vorgezogen werden.

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Literatur:
Sarah A. Wilson, Cecilia Villaverde, Andrea J. Fascetti, Jennifer A. Larsen. Evaluation of the nutritional adequacy of recipes for home-prepared maintenance diets for cats. Journal of the American Veterinary Medical Association, 2019; 254 (10): 1172 DOI: 10.2460/javma.254.10.1172