Hund bei Hitze im Auto – Aufklärung für Hundefreunde!

Den Hund bei Hitze im Auto zu lassen ist eine schlechte Idee. Erfahre hier, wieso du deinen Partner mit der kalten Schnauze nie extremer Hitze aussetzen darfst, was ein Hitzeschlag verursacht und wie du Erste Hilfe leistest!

Hund bei Hitze im Auto

Gefahren Hund bei Hitze im Auto

Durch die warmen Temperaturen häufen sich wieder die Medienberichte über Hunde, die aus heißen Autos gerettet werden. Viele überleben, doch für einige gibt es keine Hoffnung. Bereits jahrelang machen Tierschutzorganisationen Kampagnen über die Gefahr des Hitzetodes von Hunden im Auto. Die Zahl der Todesfälle nimmt jedoch nicht ab. Scheinbar wollen die Menschen einfach nicht dazulernen. Hundebesitzer lassen nach wie vor ihre tierischen Lieblinge eiskalt im heißen Auto sitzen.

Der Grund liegt vielleicht daran, weil die Hundebesitzer nicht verstehen, was passiert, wenn der Hund überhitzt und einen Hitzeschlag bekommt. Wenn die Köpertemperatur von einem Hund über 41°C erreicht, ist dieser in höchster Gefahr einen Hitzeschlag zu erleiden. Diesen überleben nur 50% der betroffenen Hunde.

Besonders gefährdete Hunderassen bei Hitze im Auto

Manche Hunderassen sind gefährdeter für einen Hitzeschlag, als andere. Besonders große Hunde mit einer kurzen Schnauze, wie zum Beispiel Bulldoggen und Boxer sowie übergewichtige und langhaarige Hunde sind schneller in Gefahr einen tödlichen Hitzeschlag zu bekommen.

Grundsätzlich kann aber jeder Hund bei Hitze im Auto einen Hitzeschlag erleiden. Dabei muss es nicht unbedingt ein wundervoller, heißer Sommertag sein – auch bei angenehmen 22°C kann sich das Auto innerhalb einer Stunde schnell auf 47°C aufheizen.

Die Fakten hinter dem Hitzeschlag – was im Körper des Hundes passiert:

Wenn der Hund anfängt zu überhitzen, beschleunigt er seinen Herzschlag, um Hitze abzubauen. Gleichzeitig weiten sich die Kapillaren in der Haut, damit beschleunigt sich der Blutfluss. Der Hund beginnt stark zu hecheln, um Wärme durch die Schleimhaut im Maul sowie über die Nase zu verlieren. Auch kann der Hund beginnen, seinen Körper abzulecken, um ihn durch Verdunstung zu kühlen. Im Gegensatz zum Menschen, kann der Hund nicht schwitzen. Wenn die Hitze steigt, beginnen die Körperfunktionen zusammen zu brechen. Außerdem kann dann das Herz nicht mehr ordentlich arbeiten, was bedeutet, dass es weniger Blut durch den Körper pumpt. Dadurch kann die Hitze nicht mehr wegtransportiert werden, der Blutdruck fällt, das Blut sammelt sich in den Organen und der Körper geht in einen Schockzustand über.

Wenn die Körpertemperatur des Hundes 44°C erreicht, beginnt der Blutkreislauf zusammenzubrechen, was zu Nierenversagen, Unterversorgung mit Sauerstoff im Hirn und inneren Blutungen führt.

Auch wenn du zu diesem Zeitpunkt deinen Hund retten kannst, können Spätfolgen mit Hirnschäden, verbunden mit Persönlichkeitsänderungen, Wahrnehmungsstörungen und kognitiven Problemen bleiben. Damit kannst du die brenzliche Lage von etwas zu heiß vielleicht besser verstehen.

Wie mit Hund bei Hitze im Auto umgehen?

Eine Gefahr der Überhitzung besteht nicht nur im Auto, sondern generell bei allen Plätzen, die zu heiß werden können. Das kann also zum Beispiel auch der Zwinger und Auslauf sein. Ebenfalls ist jede körperliche Anstrengung bei heißen Temperaturen gefährlich. Deshalb versuche stets deinen Hund bei Hitze im Schatten zu lassen. Auch eine Klimaanalage* oder ein Ventilator* können deinem Hund helfen, besser gegen die Hitze anzukommen. Wasser sollte ebenfalls nie fehlen! Transportfreundliche Reise-Wassernäpfe* gibt es im Handel.

Gehe mit deinem Hund bevorzugt früh am Morgen oder spät abends spazieren – vermeide die Mittagshitze. Diese Vorkehrung hilft auch bei einem oft übersehenen anderem Problem im Sommer, denn die Pfoten können am heißen Asphalt schmerzliche Verbrennungen bekommen. Wenn du also auf Asphaltwegen mit deinem Hund gehen möchtest, mach doch den Selbsttest! Ist der Boden für deine Hand unangenehm warm, solltest du auch deinen Hund nicht über diesen laufen lassen!

Erste Hilfe bei Hitzeschlag vom Hund

Bemerkst du bei deinem Hund Anzeichen der Überhitzung (wie zum Beispiel starkes Hecheln, lautes Atmen, Ablecken des eigenen Körpers, wackeliges Gehen oder gar ein Kollabieren), dann schlage ein nasses Handtuch über den Rücken deines Hundes. Alternativ kann auch der Rücken und die Körperseiten des Hundes direkt mit Wasser gekühlt werden. Beginne dabei am besten von den äußeren Gliedmaßen nach innen, um die Abkühlung nicht zu abrupt zu machen. Wenn du einen Hitzeschlag vermutest, suche sofort einen Tierarzt auf. Es ist ein tierärztlicher Notfall! Siehst du einen Hund an einem heißen Sommertag im Auto, kannst du die Polizei rufen, welche dich dann berät, was zu tun ist.

Bitte lass nie deinen Hund an einem heißen Tag im Auto zurück! Für die heiße Jahreszeit gibt es viele Hilfsmittel, die dir dabei helfen können, deinen Hund zu kühlen. Kühlmatten*, Kühlwesten*, Kühlhalsbänder* und ein Hundepool* sind nur einige praktische Ideen, damit dein Partner mit der kalten Schnauze auch bei Hitze einen kühlen Kopf bewahrt.
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