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Über Doris – Biologin (MSc) mit Schwerpunkt Human–Animal Interactions

Hundeverhalten verstehen – mit dem Blick einer Biologin

Ich bin Doris von Tierperspektive: Als Biologin (MSc) ist die Verhaltensbiologie beim Hund für mich mehr als nur Theorie – sie ist der Schlüssel zu einer völlig neuen Form der Kommunikation.

Hundetrainerinnen und Hundetrainer, die dir zeigen, wie du Wunschverhalten aufbaust, gibt es viele. Mein Blick setzt an einer anderen Stelle an.

Ich zeige dir als Biologin, wie du und dein Hund im Alltag längst miteinander kommunizieren – oft unbemerkt: über Blicke, Gesten, Bewegungen, Erwartungen und kleine Entscheidungen.

Denn Hunde reagieren nicht nur auf Signale.
Sie nehmen Situationen wahr, erkennen Muster, erinnern sich und antworten auf das, was wir tun.

Bei Tierperspektive geht es darum, diese Ebene sichtbar zu machen:
für Menschen, die Hundeverhalten verstehen wollen – nicht nur verändern.

Mein Weg zu Tierperspektive

Hunde begleiten mich seit meiner Kindheit. Früher waren sie für mich vor allem treue Gefährten, mit denen man zusammenlebt – und denen man über einstudierte Signale wie Sitz, Platz oder Fuß beibringt, was sie tun sollen.

Durch mein Biologiestudium an der Universität Salzburg und mein Masterstudium Human–Animal Interactions an der Veterinärmedizinischen Universität Wien hat sich mein Blick auf Hunde grundlegend verändert.

Heute sehe ich Hunde als soziale Lebewesen, die Situationen einordnen und auf uns antworten – auch dann, wenn ihre Antwort nicht zu unserem Plan passt.

Genau das wird im Alltag oft übersehen.
Manchmal sogar ignoriert, weil eine Trainingslogik sagt: nicht reden, nicht reagieren, nicht verhandeln, nicht „falsches“ Verhalten verstärken.

Für mich beginnt Mensch-Hund-Kommunikation dort, wo man nicht sofort fragt:

„Wie bekomme ich das Verhalten weg?“

Sondern zuerst:

„Was zeigt mir der Hund hier gerade?“

Expertise in der Praxis

Nach dem Studium arbeitete ich zunächst im Tierschutz. Dort begegnete ich Kolleginnen, die meinen Blick auf Tiere noch einmal entscheidend erweitert haben – darunter eine Verhaltensmedizinerin aus Italien und eine Pferdeexpertin von der University of Edinburgh.

Sie zeigten mir: Konditionierung und behavioristische Logik können im Training eine Rolle spielen – aber sie erklären nicht, was im Alltag zwischen zwei sozialen Wesen passiert. Tiere haben Bedürfnisse, äußern sich und „sprechen“ – wir müssen lernen, zuzuhören.
Statt Verhalten nur „wegzutrainieren“ oder Alternativen einzustudieren, geht es um Verstehen, Einordnung und echte Verständigung.

Genau dieser Perspektivenwechsel hat mich zu meinem heutigen Ansatz geführt: soziales Lernen, Kooperation und Kommunikation im Alltag – so, dass es zu Mensch und Hund passt.

Von der Praxis zur Online-Spezialisierung

Von 2020 bis 2025 habe ich intensiv praktisch mit Mensch-Hund-Teams gearbeitet.

Diese Zeit war wichtig. Sehr wichtig sogar.
Denn sie hat mir gezeigt, wo die eigentlichen Missverständnisse im Alltag oft entstehen.

Viele Menschen kamen mit dem Wunsch nach einer schnellen Lösung:

Der Hund soll ruhiger werden.
Nicht mehr hochspringen.
Nicht mehr ziehen.
Nicht mehr bellen.
Nicht mehr „stur“ sein.
Besser hören.
Schneller verstehen.

Das ist verständlich.
Denn fast überall bekommt man Tipps, wie man es „richtig“ macht: welches Signal man geben soll, wann man belohnt, wann man ignoriert, wie man Verhalten umlenkt oder konsequent bleibt.

Aber in der praktischen Arbeit wurde immer deutlicher:
Die entscheidenden Veränderungen liegen oft nicht in einem einzelnen Tipp und nicht in einer Übung, die man einmal gezeigt bekommt.

Sie beginnen dort, wo man Alltagssituationen genauer lesen lernt:

wenn ein Zögern nicht automatisch ein Fehler ist.
wenn ein Blick bereits eine Rückmeldung sein kann.
wenn ein Hund nicht auf einzelne Signale reduziert wird, sondern in der Situation mitdenken darf.
wenn ein Hund nicht „stur“ ist, sondern eine klare Rückmeldung gibt, die man ernst nehmen und neu beantworten muss.
wenn man versteht, wie soziales Lernen ständig passiert – auch dann, wenn niemand bewusst trainiert.

Diese Ebenen zu sehen braucht Zeit.

Man erkennt sie nicht auf Fingerschnippen.
Man muss sie sehen lernen.
Wiedererkennen.
Einordnen.
Im eigenen Alltag ausprobieren.

Deshalb habe ich mich mit Tierperspektive heute auf Onlinekurse spezialisiert:
weil diese Form des Lernens Menschen die Möglichkeit gibt, in Ruhe zu beobachten, Inhalte zu wiederholen und Schritt für Schritt einen neuen Blick auf ihren Hund zu entwickeln. Videoanalysen und Fachvorträge ermöglichen eine Präzision in der Beobachtung, die auf einem hektischen Hundeplatz oft verloren geht. Online lernst du nicht für die nächste Trainingsstunde, sondern für ein ganzes Hundeleben.

Mein Ansatz – Kommunikation statt Kommandos

Mein Ansatz nutzt die Erkenntnisse der modernen Verhaltensbiologie für den Hund im Alltag. Ich schaue auf das, was im klassischen Training oft zu kurz kommt: die feinen, sozialen Interaktionen.

Ich schaue auf etwas, das im Hundetraining oft zu kurz kommt: die feine Kommunikation zwischen Mensch und Hund im Alltag.

Denn dein Hund „spricht“ – über Blick, Körperausrichtung, Abstand, Tempo, Zögern, Mitgehen oder Nicht-Mitgehen.
Und du antwortest, ob du willst oder nicht.

Mir geht es darum, diese Ebene sichtbar zu machen, damit Zusammenleben klarer, ruhiger und kooperativer wird.

Nicht durch mehr Druck.
Nicht durch mehr Schema.
Sondern durch genaueres Verstehen.

Ich möchte, dass dein Hund dir wieder ins Gesicht schaut – und nicht nur auf das Leckerli in deiner Hand.

Hund Mensch Kommunikation

Was mir wichtig ist

  • Verstehen statt nur Verhalten formen
    Ein Hund ist mehr als das Verhalten, das gerade sichtbar ist. Mich interessiert, was dahinterliegt: Wahrnehmung, Erfahrung, Erwartung und Situation.

    Kommunikation statt reiner Trainingslogik
    Ich möchte sichtbar machen, dass Mensch und Hund im Alltag ständig aufeinander reagieren – nicht nur während geplanter Übungen.

    Wissenschaft mit kritischem Blick
    Studien sind wichtig. Aber nicht, um alte Trainingsideen mit neuen Begriffen zu schmücken. Wissenschaft bedeutet für mich: genau hinschauen, sauber unterscheiden und Grenzen erkennen.

    Respekt vor dem Hund als sozialem Partner
    Ein Hund darf mitdenken, nachfragen, zögern und auch einmal nicht sofort funktionieren.

Wenn ich nicht mit Hunden arbeite…

Dann findest du mich meist draußen in der Natur – am liebsten im Wald oder am Fluss gemeinsam mit meiner Australian Shepherd Hündin Abby. Neben meiner Hündin begleitet mich auch mein Pferd, das ebenso ein wichtiger Teil meines Lebens ist. Diese Nähe zu meinen Tieren und zur Natur ist für mich Ausgleich, Inspiration und zugleich die Basis meiner Arbeit: achtsam, respektvoll und im Einklang mit den Bedürfnissen von Hund und Mensch.

Pinto-Stute

Neugierig geworden?

Wenn du deinen Hund nicht nur besser trainieren, sondern wirklich besser verstehen möchtest, findest du bei Tierperspektive Blogartikel, Newsletter-Impulse und Onlinekurse rund um Hundeverhalten, Mensch-Hund-Kommunikation und Zusammenleben im Alltag.

Für Menschen, die spüren:

Da passiert mehr zwischen uns als Signal, Belohnung und Reaktion.

Und die bereit sind, wieder genauer hinzusehen.

→ Zum Onlinekurs „Zuhause im Dialog
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